Berlin: Von der geteilten zur gespaltenen Stadt?: - download pdf or read online

By Hartmut Häussermann

ISBN-10: 3663093654

ISBN-13: 9783663093657

ISBN-10: 3663093662

ISBN-13: 9783663093664

Inhalt
In diesem Buch werden die historische Herausbildung der sozialräumlichen Strukturen in Berlin, ihre Modifikation während der Zeit derTeilung sowie die neuesten Tendenzen seit 1990 dargestellt. Dabei stehen Fragen nach der Angleichung zwischen Ost und West sowie nach den neuen Linien sozialer Ungleichheit innerhalb der Stadt im Zentrum. Anhand detaillierter Analysen von Sozialdaten, Wanderungsprozessen und durch vertiefende Stadtteiluntersuchungen werden diesozialräumlichen Muster der Neusortierung der Bevölkerung beschrieben. Durchden Fall der Mauer und durch die immensen Wachstumserwartungen, die sich ander neuen politischen state of affairs in Europa und an der Hauptstadtfunktion vonBerlin entzündeten, erlebten viele Stadtteile eine neue Bewertung. Die Orientierung der Stadtplanung an dem Bedeutungsgewinn der Stadtvernachlässigte die Transformation der ökonomischen und gesellschaftlichen Systeme, die in beiden Teilen der Stadt zu einer konfliktreichen scenario geführt hat. Die Darstellung orientiert sich an der Frage, ob dergegenwärtige Wandel zu einem Übergang von der politisch geteilten zu einersozial gespaltenen Stadt führt. Aus dem Inhalt: Konturen der postmodernen Stadt Arbeiterviertel und Villenkolonien: Die Herausbildung sozialräumlicher Strukturen vor 1945 Die geteilte Stadt Sozialer und ökonomischer Wandel in den 90er-Jahren Die Stadt wird mobil: neue Muster der Segregation Die neue Krise der Großsiedlungen Verslumt die Innenstadt? Stadterneuerung in den östlichen Altbaugebieten Die Segregation von Ausländern: Ausgrenzung oder Multikultur? Segregation und Ausgrenzung: Trennen oder Mischen? Von der geteilten zur gespaltenen Stadt? Anforderungen an dieStadtpolitik Die Autoren: Dr. Hartmut Häußermann, Professor am Institut für Sozialwissenschaften,Stadt- und Regionalsoziologie; Andreas Kapphan, Dipl.-Geogr., Institut fürSozialwissenschaften, Stadt- und Regionalsoziologie; beide: Humboldt-Universität zu Berlin.

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Dr. Niko Mohr promovierte am Lehrstuhl von Prof. Dr. W. Schertler der Universität Trier. Er arbeitet heute als corporations- und Strategieberater bei einer namhaften internationalen Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Frankfurt.

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Denn die Großbourgoisie hauste nie Seite an Seite mit dem Proletariat, aber in einigen Quartieren wohnten Bürger und Arbeiter durchaus in räumlicher Nachbarschaft. Auch bürgerliche Haushalte und Familien hoher Beamter bewohnten Mietskasernen, dann aber die Wohnungen mit 5, 6 oder mehr Zimmern, die sich vom Vorderhaus in den Seitenflügel hineinziehen. Solche gab und gibt es vor allem in Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg. In den Hinterhöfen dieser Häuser befanden sich kleinere Wohnungen fur Haushalte mit Einkommen, die unterhalb dem der ,feinen Leute' lagen- eine ,Durchmischung' auf einem hohen Niveau.

Die mit den Slod1bezirllen nichf identisch S nd Quelle: Peters, Günter 1995: Kleine Berliner Baugeschichte. Von der Stadtgründung bis zur Bundeshauptstadt. Berlin: Stapp, 147 und Zehlendorf, mit jeweils etwa 40%. Wilmersdorf und Schöneberg hatten ebenfalls überdurchschnittliche Quoten, lagen aber noch unter 40%. Bei der Selbständigenquote fand sich in Wilmersdorf der höchste Anteil (ca. 20%). ). Charlottenburg hatte 1883 Gelände an Siemens verkauft und damit weitab von den Wohngebieten, an der Grenze zum Moabiter Industrierevier, ein erstes und einziges Industriegebiet bewilligt.

A. 1995). h. es bezieht sich auf Gesellschaftsformationen (vgl. Jessop 1994), aber die Rolle und die Handlungsmöglichkeiten der Städte sind ebenso wie die politischen Konstellationen im Rahmen einer solchen Theorie zu interpretieren. Während in der Phase eines starken nationalen Wirtschaftswachstums die großstädtischen Regionen von den Investitionswünschen des Industriekapitals bedrängt wurden und Regeln für eine geordnete Siedlungsentwicklung durchsetzen mussten, sind sie in der Phase der Deindustrialisierung durch Einnahmeausfälle und soziale Probleme finanziell so geschwächt, dass sie sich - um überhaupt noch handeln zu können- immer öfter privatwirtschaftliche Partner zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben suchen müssen.

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Berlin: Von der geteilten zur gespaltenen Stadt?: Sozialräumlicher Wandel seit 1990 by Hartmut Häussermann


by Richard
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